ISBN 978-3-86841-329-8
400 Seiten
24 €

 

 

 

Helge Döhring
Anarcho-Syndikalistinnen
Deutschsprachige Frauen im historischen Anarcho-Syndikalismus

28 Protagonistinnen führen in die Vielfalt anarcho-syndikalistischer Betätigungsfelder ein. Sie kamen aus 17 verschiedenen deutschen Städten und wirkten von 1898 bis in die 1950er Jahre.
28 biographisch konzipierte Kapitel lassen ein vielfältiges Panorama des deutschsprachigen Anarcho-Syndikalismus entstehen unter den Stichworten:


Anti-Militarismus, Exilgruppe Deutsche Anarchosyndikalisten, Exil in Schweden, Föderation freiheitlicher Sozialisten, Freidenkerorganisation, Freie Arbeiter-Union Deutschlands, Freie
Liebe, Freie Vereinigung deutscher Gewerkschaften, Freie Sängerbewegung, Gefangenenbetreuung, Gilde freiheitlicher Bücherfreunde, Kampfbühnen des Syndikalismus, Miliz „Tierra y Libertad“, Mujeres Libres, Pädagogik, Pressewesen, Reichsverband für Geburtenregelung und Sexualhygiene, Schwarze Scharen, Sicherung von Nachlässen, Syndikalistisch-Anarchistische Jugend Deutschlands, Syndikalistische Kindergruppen, Syndikalistische Frauenbünde, Syndikalistischer Frauentag-19. August, Vereinigtes Komitee für die Verteidigung der gefangenen Revolutionäre in Sowjetrußland, Widerstand gegen §§ 218/219 StGB, Widerstand gegen die Nazis, Widerstand
in der DDR.

Geeignet zur Einführung in den Anarcho-Syndikalismus.
Mit Portraitzeichnungen von Johanna Teske.

Interview mit Helge Döhring in der schwedischen syndikalistischen Zeitunng Arbetaren, Nummer 38/2026
Anarkosyndikalismens historia genom 28 kvinnoliv (Die Geschichte des Anarchosyndikalismus anhand von 28 Leben von Frauen)

DerAnfang des Interviiews in deutscher Übersetzung:
Seit 2007 leitet Helge Döhring das Institut für Syndikalismusforschung in Bremen. Das Institut gibt die Zeitschrift „Kampfgeister“ heraus, und Helge Döhring hat etwa zehn Bücher zur Geschichte des Syndikalismus verfasst. Sein neuestes Werk trägt den Titel „Anarcho-Syndikalistinnen. Deutschsprachige Frauen im historischen Anarchosyndikalismus“. „Arbetaren“ stellt drei Fragen zu dem Buch.

Du hast viele Bücher über den Syndikalismus geschrieben. Warum gerade dieses Buch?
– Die größte Motivation war die Erkenntnis, dass sich die gesamte Geschichte des Anarchosyndikalismus aus einer weiblichen Perspektive schreiben lässt. Zunächst dachte ich, dass es nicht möglich sei, die Geschichte allein anhand von Biografien anarchosyndikalistischer Frauen zu beleuchten. Dass es nicht so viele Frauen gab, die formelle Ämter in der Bewegung innehatten. Aber als ich äußerst interessante Informationen über die Widerstandskämpferin Erna Sauerbrey (1913–1985) fand, die auch Zeit in meiner Heimatstadt Bremen verbrachte, wurde mir klar, wie viel man aus ihrer Biografie über die Bewegung lernen kann. Das war der Anfang des Buches.

Rezensionen

REZENSION/792: Helge Döhring - Anarcho-Syndikalistinnen. Deutschsprachige Frauen im historischen Anarcho-Syndikalismus (SB) veröffentlicht in der Schattenblick-Druckausgabe Nr. 184 vom 29. November 2025 oder online hier ...
Auf der Fanzine Underdog
Auf dem Ziegelbrenner

Jessi in: „Trust“, Nr. 236 vom Februar 2026:
In 28 Kapiteln werden ebenso viele Protagonistinnen vorgestellt, die von 1898 bis in die 1950er Jahre an verschiedenen Orten in verschiedenen anarcho-syndikalistischen Bereichen tätig waren. […] So entsteht nicht nur eine nachvollziehbare und anschauliche Abhandlung über die Geschichte von anarcho-syndikalistischen Frauen aus dem deutschsprachigen Raum, sondern nebenbei auch, wie beabsichtigt, eine Einführung in den Anarcho-Syndikalismus insgesamt. […] Durch die Auswahl von bisher wenig betrachteten Frauen wie eben Weber bietet das Buch einen wirklichen Mehrwert. Und Döhring ergänzt die 28 Kapitel sogar noch um eine Auflistung weiterer Frauen und vier Bonuskapitel. Er erwähnt aber ebenso, dass es keinesfalls einen „starken Anteil von Frauen im Anarcho-Syndikalismus“ gab und auch die Quellenlage nicht viel hergegeben hat. Das wertet seine Arbeit umso weiter auf.

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