
ISBN 978-3-86841-347-2
316 Seiten
20 €
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Helge
Döhring Syndikalistischer Frauenbund (SFB)
Anarcho-Syndikalistische Frauenorganisation in Deutschland,
1920-1933
Läßt
sich Hausarbeit als Industriesektor organisieren? Seit 1920
gründeten sich in Deutschland rund 60 Syndikalistische
Frauenbünde als Teil der anarcho-syndikalistischen
Gewerkschaftsbewegung, der Freien Arbeiter-Union Deutschlands
(FAUD). Mit dem Ziel einer klassenlosen, föderalistisch
organisierten sozialistischen Gesellschaft verfolgten sie
tagespolitische Interessen. Dazu gehörten gegenseitige
Alltagshilfen im Haushalt, freiheitlich-emanzipatorische
Kindererziehung nebst Leitung syndikalistischer Kindergruppen
und Aktivitäten zur Erholung. Sie stritten für selbstbestimmte
Geburtenregelung, für größere und gemeinschaftliche Wohnungen
mit Einküchenwirtschaft und richteten sich gegen Kapitalismus,
Staat, Kirchen, Alkohol und den § 218 StGB. Streiks wollten
diese Frauenbünde durch Boykottmaßnahmen unterstützen. Die
Aktivistinnen verlangten in allen Belangen volle
Gleichberechtigung mit Männern. Zugleich beharrten sie auf
geschlechtlichen Rollenmustern. Passt das zusammen?
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